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Alassio, die Blumenriviera,

Alassio, Stadt mit dem berühmten „Muretto“, dekoriert mit unzähligen bunten Keramikfliesen, auf denen die Autogramme von Künstlern und Stars aus Film und Theater verewigt sind, die in vielen Jahrzehnten in Alassio vorbeigekommen sind. Alassio ist eine kleine Stadt an der ligurischen Westküste, geschätzt für seine weiβen Sandstrände.

 

Im Herzen der Altstadt verläuft der „Budello“, eine typisch ligurische Gasse, im Mittelalter Hauptverkehrsader, heute autofreie Fuβgängerzone mit zahlreichen Auslagen von Boutiquen, Geschäften und Händlern. Diese etwa 2 Kilometer lange Gasse durchquert das Stadtzentrum der Länge nach, parallel zum Küstenstreifen. Ganzjährig gibt es hier ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm.

Museum Richard Whateley West

Verliebt in Alassio


Die idealen mediterranen Lichtverhältnisse, die Richard West so lange als Inspirationsmotiv gesucht hatte, empfingen ihn bei seiner Ankunft am Bahnhof von Alassio Ende Juni 1885. Zwei Jahre zuvor hatte ihn der Direktor der Zeitschrift Art Journal damit beauftragt, dreißig Bilder von den beliebtesten Urlaubsorten der Engländer zu malen und West war entlang der Riviera von Hyères bis Bordighera gereist, ohne jedoch weiterzufahren. Zweifellos haben ihn der transparente Mittelmeerhimmel und die traumhaft schönen Landschaften dazu verlockt, einen kurzen Sommerurlaub in einer mediterranen Bucht zu verbringen. Wir wissen nicht, weshalb er Alassio wählte, zum damaligen Zeitpunkt erst vor Kurzem von den Engländern entdeckt; gewiss beeindruckten ihn der lange Strand und der grüne Hügelrahmen, aber vielleicht war der Grund einfach, dass die Preise hier noch niedriger waren als anderswo, und daher für die schmale Brieftasche eines Malers geeignet, der zwar in seiner Heimat bekannt war, aber noch nicht den großen Ruhm und materiellen Erfolg erlangt hatte. Richard West wurde in Dublin am 18. Jänner 1848 geboren. Er besuchte Trinity College, eine renommierte Universität in der irischen Hauptstadt Dublin, und fuhr dann nach England, um sich in die Universität von Cambridge einzuschreiben: ein äußerst respektabler kultureller Werdegang, der ihn jedoch von seiner Leidenschaft für die Malerei nicht abbrachte. Zunächst führte ihn seine Lehrtätigkeit nach Gloucester, dann nach Edinburgh und schließlich nach London, wo seine Museumsbesuche und die Gesellschaft der Kultursalons bedeutende Fortschritte in seiner Kunst bewirkten. Seine unbestrittenen künstlerischen Fähigkeiten öffneten ihm die Türen zur namhaften Royal Academy of Arts im Burlington House, eine der wichtigsten Kunstinstitutionen in Großbritannien. Sie widmet sich der Lehre und Förderung von Malerei, Bildhauerei und Architektur und trägt nachhaltig zum Erfolg seiner Absolventen bei.
Der Ort, den West für seine Sommerferien gewählt hatte, bestand aus dem alten Fischerdorf entlang der Hauptstraße Via Aurelia, zwischen dem östlich gelegenen Stadtteil Borgo Coscia und dem westlichen Borgo Barusso.Jahrhundertelang waren dies die Grenzen von Alassio, aber schon seit 1875, mit der Ankunft der ersten Engländer, hatte sich einiges geändert. Die 1872 gebaute Eisenbahn begrenzte den Ort nördlich und die Hügel, die gleich dahinter sanft die Bucht umschließen, waren zum Lieblingsplatz der Engländer geworden, wo sie ihre Villen errichteten. Trotz vieler Wandlungen hatte die Stadt die Integrität volkstümlichen Lebens bewahrt und entfachte mit seinen kristallklaren mittelmeerischen Lichtverhältnissen im Herzen des aus dem nebeligen Norden kommenden Malers ein unauslöschliches Feuer. Im Gegensatz zu seinen Landsleuten, die gerne den Winter an der Riviera verbrachten und bei Einsetzen der sommerlichen Wärme abreisten, bevorzugte Richard West einen Sommeraufenthalt und bewies damit schon eine gewisse Kreativität. Er war ein hervorragender Schwimmer und liebte das Leben im Freien; vielleicht wählte er gerade deshalb als Pension „Cà Gianca“, die sich inmitten der Gärten befand und vom Meer nur durch die Via Aurelia getrennt war. Die ideale Stelle, um den Nuancenreichtum des Himmels und des Meeres zu allen Tageszeiten zu erforschen. 1893 heiratete er Gertrude Ellen Ragg, Tochter des englischen Pastors von Bordighera, und 1895 kam ihre geliebte Katherine, vereinfacht Key genannt, zur Welt. 1905 fuhr West für einen kurzen Besuch nach Fiesole, wo er jedoch an einer Lungenentzündung erkrankte und am 23. Februar im Alter von 57 Jahren unerwartet starb. Die englische Gemeinde Alassios (zu jenem Zeitpunkt sehr zahlreich) ließ nach dem Projekt des Londoner Architekten Caroe die Memorial Gallery errichten, wo Wests Werke ausgestellt wurden. 1935 wurde die Ausstellung aufgrund der politischen Umstände jener Jahre geschlossen, und die Bilder endeten in der Garage von Villa Banksia, Haus seiner Tochter Key, wo sie viele Jahrzehnte blieben. Mit Kriegsende kam Key wieder nach Alassio zurück und lebte hier bis 1963. Als sie die Entscheidung traf, endgültig nach England zurückzukehren, schenkte sie der Bevölkerung von Alassio, als Zeichen töchterlicher Liebe und Verehrung, 77 Gemälde des Vaters, von der Stadt in Gewahrsam genommen. Heute sind Wests Werke wieder in ihr ursprüngliches Zuhause zurückgekehrt, wo eine permanente Ausstellung feinfühlig von verlorenen Zeiten zeugt.

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